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DieMaus

Unterhaltung

2.33K Bewertungen
3,9
Entwickler
Westdeutscher Rundfunk
Veröffentlicht
04.12.2014
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Wenn ich Eltern oder neugierigen Kindern eine unkomplizierte Unterhaltungs-App empfehle, landet DieMaus oft weit oben auf meiner Liste. Die Anwendung bringt die bekannte Welt der „Sendung mit der Maus“ auf das Smartphone oder Tablet und wirkt dabei angenehm weniger hektisch als viele andere Angebote für Kinder. Statt einfach nur möglichst lange zu beschäftigen, lädt sie dazu ein, gemeinsam zu schauen, zu entdecken und Fragen zu stellen. Genau das macht sie für einen ersten Versuch interessant: Man muss kein Konto einrichten, keine komplizierte Spielmechanik verstehen und kein Geld einplanen, um loszulegen.

Entwickelt wird die App vom Westdeutschen Rundfunk. Sie gehört im Bereich Unterhaltung zu den bekannteren Angeboten für junge Nutzer und hat bereits über eine Million Installationen erreicht. Im Google-Play-Eindruck liegt sie bei durchschnittlich 3,9 von 5 Punkten, basierend auf mehreren tausend Bewertungen. Das ist kein Zeichen für eine fehlerfreie App, aber es zeigt, dass sie eine große und aktive Nutzerschaft hat. Ich würde sie vor allem Familien empfehlen, die eine vertraute, deutschsprachige Umgebung suchen und den ersten Kontakt mit der App gemeinsam begleiten möchten.

Mein Eindruck vom Einstieg und vom täglichen Gebrauch

Was dich nach der Installation erwartet

DieMaus ist keine klassische Lern-App mit Kursen, Punkten oder einem festen Aufgabenplan. Sie fühlt sich eher wie ein digitales Zuhause rund um die Sendung an. Das ist wichtig, weil manche Eltern beim Begriff Kinder-App automatisch an Übungen, Fortschrittsbalken oder interaktive Minispiele denken. Wer so etwas sucht, könnte zunächst enttäuscht sein. Die Stärke liegt hier vielmehr in den Inhalten und in der vertrauten Gestaltung.

Nach dem Start würde ich nicht versuchen, sofort alles zu erkunden. Für ein Kind ist die Auswahl sonst schnell zu groß, besonders auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm. Besser ist es, gemeinsam einen Bereich auszuwählen, der gerade zum Interesse passt. Ein Kind, das Tiere mag, wird anders abgeholt als ein Kind, das lieber wissen möchte, wie Dinge funktionieren. Diese gemeinsame Auswahl ist kein Nebenschritt: Sie entscheidet oft darüber, ob die App als spannende Entdeckung oder als unübersichtliches Menü erlebt wird.

Die Anwendung ist kostenlos erhältlich und für alle Altersgruppen ab null Jahren freigegeben. Das passt zu ihrem ruhigen, familienfreundlichen Charakter. Trotzdem ersetzt eine Altersfreigabe nicht die Begleitung durch Erwachsene. Gerade jüngere Kinder können Inhalte zwar selbst öffnen, brauchen aber oft Hilfe dabei, etwas einzuordnen oder nach dem Anschauen weiter darüber zu sprechen.

So würde ich den ersten Start vorbereiten

Vor dem ersten Öffnen lohnt es sich, das Gerät kurz in Kinderhände-tauglicher Weise bereitzulegen: genug Akku, eine stabile Verbindung und eine Bildschirmgröße, auf der kleine Bedienelemente gut erkennbar sind. Auf einem Tablet ist das Stöbern für mehrere Personen angenehmer, während das Smartphone praktischer ist, wenn man unterwegs eine kurze Beschäftigung sucht. Die App läuft ab Android 8.0, was viele ältere Geräte einschließt. Auf einem sehr alten oder langsamen Gerät kann sich die Bedienung trotzdem weniger flüssig anfühlen als auf einem neueren Modell.

Die aktuelle Version trägt die Nummer 3.4.3. Vor dem ersten gemeinsamen Einsatz würde ich die App einmal selbst öffnen und prüfen, wie die Startseite auf dem eigenen Gerät aussieht. Das dauert nur einen Moment, verhindert aber, dass ein Kind warten muss, während ein Erwachsener noch nach dem richtigen Bereich sucht. Außerdem bekommt man so ein Gefühl dafür, ob die Schriftgröße und die Anordnung für das eigene Kind verständlich sind.

Ich finde es hilfreich, den ersten Besuch nicht als „Jetzt beschäftigst du dich allein damit“ zu planen. Fünf bis zehn Minuten gemeinsames Entdecken reichen meistens aus, um zu zeigen, wo man Inhalte findet und wie man wieder zurückkommt. Danach kann das Kind selbst ausprobieren. Diese Reihenfolge macht einen Unterschied, weil die App zwar zugänglich ist, aber nicht jede Funktion auf Anhieb selbsterklärend wirkt.

Der erste sinnvolle Erfolg

Ein guter erster Erfolg ist für mich nicht, möglichst viele Bereiche zu öffnen. Er besteht darin, dass das Kind selbst etwas auswählt, anschaut und anschließend eine eigene Frage dazu stellt. Dafür würde ich ein Thema nehmen, das bereits bekannt ist, und nicht den überraschendsten Inhalt suchen. Vertrautheit senkt die Einstiegshürde. Wenn danach ein Gespräch entsteht, hat die App mehr erreicht als eine kurze Ablenkung.

Ein realistisches Beispiel: Ein Kind wartet im Zug und möchte etwas über ein Tier sehen. Ich würde die App gemeinsam öffnen, die Auswahl nicht komplett aus der Hand geben, sondern zwei passende Möglichkeiten anbieten und das Kind entscheiden lassen. Nach dem Anschauen kann man fragen, was neu war oder welcher Teil am lustigsten war. So wird aus einer Wartezeit eine kleine Entdeckungsrunde, ohne dass die Nutzung in einen Unterricht ausarten muss.

Ein weiterer nützlicher Ablauf funktioniert zu Hause: Erst schaut das Kind einen Inhalt, danach versucht es, einem Geschwisterkind oder einem Elternteil in eigenen Worten zu erklären, was passiert ist. Die App liefert dafür den Anstoß, aber die eigentliche Verarbeitung findet außerhalb des Bildschirms statt. Ich halte das für eine ihrer unterschätzten Qualitäten. Wer nur auf die Bildschirmzeit schaut, übersieht, dass ein gut ausgewählter Inhalt ein Gespräch über Technik, Natur oder Alltag auslösen kann.

Warum die ruhige Machart ein echter Vorteil ist

Viele Unterhaltungs-Apps für Kinder setzen auf schnelle Wechsel, auffällige Belohnungen und ständige neue Reize. DieMaus wirkt im Vergleich dazu stärker auf Neugier und Wiedererkennung aus. Das bedeutet nicht, dass jedes Kind automatisch lange dabeibleibt. Ein Kind, das sofortige Interaktion erwartet, könnte die Anwendung als weniger spannend empfinden. Dafür eignet sie sich besser für Familien, die nicht möchten, dass jede Minute am Bildschirm mit Punkten, Sammelobjekten oder Wettbewerben verbunden ist.

Ich würde sie deshalb nicht mit einer reinen Spiel-App vergleichen. Ein Spiel kann ein Kind oft ohne Begleitung beschäftigen, während hier der Mehrwert steigt, wenn jemand zuhört, nachfragt oder den Inhalt mit dem Alltag verbindet. Für eine kurze Pause ist das angenehm. Als einzige App für lange Autofahrten oder stundenlange Selbstbeschäftigung wäre sie für mich dagegen nicht die erste Wahl.

Besonders gut passt sie zu Kindern, die gern wissen möchten, warum etwas funktioniert. Die vertraute Maus-Welt nimmt komplizierten Themen die Schwere, ohne dass Eltern jedes Detail vorher erklären müssen. Man kann einen Inhalt auswählen, erst einmal zuschauen und anschließend gemeinsam überlegen, welche Frage als Nächstes interessant wäre. Dieser offene Ablauf fühlt sich natürlicher an als eine Lernstrecke, die unbedingt bis zum nächsten Kapitel abgeschlossen werden muss.

Typische Stolperstellen beim Navigieren

Die häufigste Verwirrung dürfte nicht der eigentliche Inhalt sein, sondern die Frage, wo man sich gerade befindet und wie man zur vorherigen Auswahl zurückkehrt. Kinder tippen schnell auf auffällige Elemente und erwarten, dass jede Berührung sofort eine klare Reaktion auslöst. Wenn das nicht passiert, wechseln sie manchmal planlos zwischen Bereichen. Beim ersten Mal würde ich deshalb ausdrücklich zeigen, wie man zurückgeht und wie man einen Inhalt erneut auswählt.

Auf einem Smartphone kann die Darstellung außerdem enger wirken als auf einem Tablet. Das ist kein Fehler der Idee, aber es beeinflusst die Nutzung. Wenn mehrere Personen zuschauen, ist ein größerer Bildschirm deutlich bequemer. Für einen einzelnen kurzen Blick unterwegs bleibt das Smartphone praktischer. Ich sehe die Gerätewahl daher als echten Trade-off: Mobilität gegen Übersichtlichkeit.

Auch die Erwartungen an „interaktiv“ sollte man richtig einordnen. Wer unter einer Kinder-App ein umfangreiches Spiel mit vielen direkten Aktionen versteht, wird hier möglicherweise weniger davon finden, als er erwartet. Die Anwendung lebt stärker vom Entdecken der angebotenen Inhalte als vom freien Herumexperimentieren in einer Spielwelt. Das ist für mich kein Nachteil an sich, aber ein entscheidender Unterschied zu vielen Alternativen.

So würde ich die Nutzung im Familienalltag einsetzen

Für einen ruhigen Nachmittag kann man die App als Ausgangspunkt für ein kleines Thema verwenden. Zuerst sucht sich das Kind etwas aus, danach malt es, baut etwas oder erzählt, was es gesehen hat. Die Anwendung muss dabei nicht dauerhaft geöffnet bleiben. Gerade diese Unterbrechung empfinde ich als sinnvoll, weil sie verhindert, dass das Anschauen zum alleinigen Ziel wird.

Unterwegs eignet sie sich besonders dann, wenn ein Kind eine vertraute Beschäftigung braucht, aber nicht unbedingt ein Spiel spielen soll. Im Wartezimmer, im Zug oder während einer kurzen Pause kann ein einzelner Inhalt reichen. Ich würde jedoch vorher selbst prüfen, ob alles wie erwartet erreichbar ist, statt mich erst in einer unruhigen Situation darauf zu verlassen. Eine App kann noch so kindgerecht sein: Wenn der Akku leer ist oder die Verbindung Probleme macht, hilft die beste Auswahl nicht.

Für Geschwister mit großem Altersunterschied ist die gemeinsame Nutzung etwas anspruchsvoller. Das jüngere Kind kann sich über die vertraute Gestaltung freuen, während das ältere vielleicht mehr Tiefe oder eigene Auswahlmöglichkeiten sucht. In diesem Fall würde ich nicht versuchen, alle gleichzeitig mit demselben Inhalt zufriedenzustellen. Besser ist eine kurze gemeinsame Auswahl und danach gegebenenfalls getrennte Nutzung.

Was Eltern vor der regelmäßigen Nutzung wissen sollten

Die App ist kostenlos, was den Einstieg sehr unkompliziert macht. Trotzdem würde ich die üblichen Geräteeinstellungen für Kinder nicht überspringen. Dazu gehören eine passende Bildschirmzeit, ein sicherer Umgang mit dem Gerät und eine klare Absprache darüber, wann die App genutzt werden darf. Die kostenlose Verfügbarkeit bedeutet nicht automatisch, dass sie in jede Familienroutine passt.

Eltern, die eine vollständig strukturierte Lernumgebung mit dokumentierbarem Fortschritt suchen, sollten eher nach einer spezialisierten Bildungs-App schauen. Dort sind Aufgaben, Ziele und Rückmeldungen oft stärker organisiert. Wer dagegen eine deutschsprachige, vertraute und eher offene Unterhaltung rund um die Maus sucht, bekommt hier den passenderen Ansatz.

Auch für Kinder, die ausschließlich selbstbestimmte Spiele mögen, ist die Anwendung nicht zwingend die beste Wahl. Sie kann Interesse wecken, aber sie funktioniert nicht wie ein großer Spielplatz mit frei kombinierbaren Aufgaben. Die wichtigste Stärke liegt im gemeinsamen Entdecken, nicht im Dauer-Entertainment. Diese Erwartung sollte man vor der Installation festlegen, damit die App nicht an einem falschen Maßstab gemessen wird.

Mein Urteil nach dem Ausprobieren

Ich mag an DieMaus, dass sie nicht versucht, die vertraute Sendung mit unnötig komplizierten Systemen zu überladen. Der Einstieg ist kostenlos, die Altersfreigabe ab null Jahren macht sie für Familien mit kleinen Kindern zugänglich, und der bekannte Rahmen nimmt vielen Kindern die Scheu vor neuen Themen. Die große Verbreitung zeigt außerdem, dass sie nicht nur ein Nischenangebot für einzelne Maus-Fans ist.

Gleichzeitig sollte man die Anwendung nicht als perfekte Lösung für jede Situation betrachten. Die Navigation kann beim ersten Besuch etwas Erklärung brauchen, auf kleinen Displays ist die Übersicht begrenzter, und wer ein umfangreiches Spiel erwartet, wird wahrscheinlich mehr direkte Interaktion vermissen. Die Bewertung von durchschnittlich 3,9 Punkten passt für mich zu diesem gemischten Bild: Die Grundidee überzeugt, aber die Alltagserfahrung hängt stark vom Gerät, vom Alter des Kindes und von der Erwartung an eine Unterhaltungs-App ab.

Wenn ich sie einem Freund empfehlen würde, dann mit einem konkreten Vorschlag: Installiere sie, öffne sie zuerst selbst, wähle beim ersten Mal gemeinsam einen passenden Inhalt aus und plane anschließend ein kurzes Gespräch darüber ein. So erlebt das Kind schnell einen sinnvollen Erfolg, statt sich in Menüs zu verlieren. Für Familien, die eine ruhige deutschsprachige App mit vertrauter Maus-Atmosphäre suchen, ist sie einen Versuch wert. Wer dagegen eine reine Spielesammlung, intensive Lernkontrollen oder eine Beschäftigung ohne jede Begleitung braucht, sollte sich nach einer anderen Lösung umsehen.

Highlights

  • Liebevoll animierte Inhalte für Kinder im Vorschulalter
  • Viele Lernspiele fördern Wissen
  • Logik und Kreativität
  • Videos und Spiele sind übersichtlich und kindgerecht gestaltet
  • Bekannte Figuren schaffen einen hohen Wiedererkennungswert
  • Geeignet für kurze
  • unterhaltsame Lernpausen unterwegs

Einschränkungen

  • Einige Inhalte richten sich eher an jüngere Kinder
  • Der Umfang kann im Vergleich zu großen Lern-Apps begrenzt wirken
  • Nicht jedes Spiel bietet langfristig viel Abwechslung
  • Für manche Funktionen ist eine Internetverbindung erforderlich
  • Ältere Kinder könnten die App schnell als zu einfach empfinden

Häufig gestellte Fragen

Was ist DieMaus und welche Inhalte bietet die App?

DieMaus ist die offizielle App zur beliebten deutschen Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“. Sie bietet unter anderem Videos, Lach- und Sachgeschichten, kurze Erklärbeiträge sowie Inhalte rund um Maus, Elefant und Ente. Die Themen sind meist kindgerecht aufbereitet und behandeln Alltag, Natur, Technik, Sprache und Wissenschaft auf verständliche Weise.

Für welches Alter ist DieMaus geeignet?

DieMaus richtet sich vor allem an Kinder im Vorschul- und Grundschulalter, kann aber auch für ältere Kinder interessant sein, die gerne verständliche Sachgeschichten ansehen. Die Inhalte sind grundsätzlich familienfreundlich gestaltet. Eltern sollten dennoch berücksichtigen, dass jedes Kind unterschiedlich reagiert und manche Themen je nach Entwicklungsstand gemeinsam besprochen oder erklärt werden können.

Benötigt man für DieMaus ein Benutzerkonto oder ein kostenpflichtiges Abonnement?

Für die grundlegende Nutzung der DieMaus-App ist normalerweise kein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Viele Inhalte lassen sich direkt nach der Installation aufrufen. Je nach Version, Plattform oder Angebot können sich einzelne Funktionen jedoch ändern. Vor dem Download empfiehlt es sich, die aktuellen Angaben im jeweiligen App Store zu prüfen, insbesondere zu möglichen optionalen Käufen oder zusätzlichen Angeboten.

Kann man Videos und Beiträge auch offline nutzen?

Ob Inhalte in DieMaus heruntergeladen und später ohne Internetverbindung angesehen werden können, hängt von der aktuell verfügbaren App-Version und dem jeweiligen Inhalt ab. Streaming funktioniert in der Regel über eine Internetverbindung und kann unterwegs Datenvolumen verbrauchen. Wer die App auf Reisen oder für Kinder ohne ständigen Internetzugang einsetzen möchte, sollte die Offline-Funktionen vorab direkt in der App überprüfen.

Ist DieMaus sicher und werbefrei für Kinder?

DieMaus wurde speziell für ein junges Publikum entwickelt und legt den Schwerpunkt auf redaktionell ausgewählte, kindgerechte Inhalte. Im Vergleich zu vielen frei zugänglichen Videoangeboten steht nicht das unkontrollierte Entdecken fremder Inhalte im Vordergrund. Trotzdem sollten Eltern die App zunächst selbst ansehen, Datenschutzhinweise prüfen und Geräteeinstellungen kontrollieren, da Funktionen und Bedingungen durch Updates verändert werden können.

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2.33K Bewertungen
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Westdeutscher Rundfunk
Veröffentlicht
04.12.2014

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